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Leitfaden Datennutzung

Die systematische Nutzung sowie die rechtliche Absicherung von Maschinendaten sind für Deutschlands Maschinenbauunternehmen zentrale Zukunftsfragen. Eine wertvolle Orientierungshilfe stellt der „Leitfaden Datennutzung“ dar, den der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und die Kanzlei Noerr jetzt vorlegen. Der Leitfaden enthält praktische Lösungsvorschläge und dient Unternehmen, Öffentlichkeit und Politik als Diskussionsgrundlage für faire Lösungen bei der kommerziellen Nutzung der Daten.

4 INHALT

4 INHALT Inhaltsverzeichnis 03 Editorial 04 Inhaltsverzeichnis 05 Vorwort 06 Management Summary – Maschinendaten als Treiber von Industrie 4.0 08 Was steht in diesem Leitfaden? 09 Anwendungsbeispiele 11 Werkzeugkasten Datennutzung 13 I. Datenhoheit 16 II. Datenschutz 19 III. Flankierende Regelungen 22 Umsetzung in den Anwendungsbeispielen 25 Industrie-4.0-Publikationen des VDMA – eine Übersicht 27 Projektpartner / Impressum

VORWORT 5 Leitfaden Datennutzung – Orientierungshilfe zur Vertragsgestaltung für den Mittelstand Dr. Torsten Kraul Der zunehmende Einsatz von Sensorik generiert einen riesigen Umfang an Daten über Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb. In der intelligenten Auswertung dieses Datenschatzes liegt für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ein enormes Potential. So können etwa durch ein optimiertes Monitoring der Produktion die Auslastung unterschiedlicher Fertigungsstellen direkt verglichen und dadurch Fehlproduktionen frühzeitig erkannt und vermieden werden. Weitere Anwendungen sind eine optimierte Lagerhaltung, die frühzeitige Erkennung von Störungen oder Schäden bei eingesetzten Geräten (Predictive Maintenance) sowie eine zielgerichtete Kundenansprache. Daten erwachsen damit zu einem wesentlichen wirtschaftlichen Wert und es sind erste Ansätze dafür erkennbar, dass sich diese zu einem handelbaren Gut entwickeln werden. In diesem Zusammenhang lässt sich ein verstärktes Bedürfnis nach einer Absicherung der Datennutzung erkennen. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich hierbei allerdings um ein vergleichsweise junges Phänomen, das derzeit – außerhalb des Datenschutzrechts, das nur Daten mit Personenbezug erfasst und allenfalls reflexhaft die Ökonomisierung der Daten abbildet – lediglich fragmentarisch geregelt ist. Insbesondere fehlt es an Vorgaben und Standards dafür, wie Datenhoheit und –nutzung in Vertragsbeziehungen berücksichtigt werden können. Der vorliegende Leitfaden soll einen Beitrag zur Füllung dieser Lücke leisten und den Maschinen- und Anlagenbau bei der Entwicklung und Verhandlung von Vereinbarungen über die Nutzung von Maschinendaten unterstützen. Hierfür haben wir einen praxisorientierten Ansatz gewählt, der die wesentlichen für eine Datennutzungsvereinbarung charakteristischen Regelungsbereiche abdeckt und für den Kernbereich der Zuordnung und Nutzung von Maschinendaten konkrete Formulierungsvorschläge vorsieht. Hierdurch wollen wir nicht zuletzt auch einen Anstoß für die Herausbildung von – unverbindlichen – Standards für vertragliche Regelungen zur Datenhoheit geben. Damit soll dieser Leitfaden den Maschinenbauunternehmen durch klare Parameter eine Orientierungshilfe bieten, um in einem strukturierten Prozess die Entwicklung einer Strategie für die Datennutzung voranzutreiben und rechtssicher umzusetzen. Dr. Torsten Kraul Noerr LLP

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