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Studie zum Krisenmanagement

Datenschutz Top-Risiko für Unternehmen

Fehler beim Umgang mit

Fehler beim Umgang mit Krisensituationen Vor allem Krisenkommunikation gilt als Schwachstelle Unzureichende Kommunikation 49 % 25 % Fehlendes Krisenbewusstsein, Krise unterschätzt 21 % Unstrukturierte Reaktion, Krisenstrategie fehlt Zu späte bzw. langsame Reaktion 17 % Darunter: 18 % Unzureichende externe Kommunikation 11 % Unzureichende interne Kommunikation Keine (vorbeugenden) Maßnahmen ergriffen 14 % Ungenügende Koordination 13 % Unzureichende Krisen-/Risikoanalyse 12 % Unklar definierte Verantwortlichkeiten 11 % Fehlender Notfallplan 11 % Vertuschungsversuche 10 % Frage: Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Fehler, die im Umgang mit einer Krisensituation im Unternehmen gemacht werden können? Basis: 201 Unternehmen; dargestellt: die zehn häufigsten Spontanantworten, Mehrfachangaben möglich. Dabei nehmen Entscheider verschiedener Verantwortungsbereiche im Unternehmen die relevanten Fehlerquellen durchaus unterschiedlich wahr: Während die Verantwortlichen in den Kommunikationsabteilungen größeres Augenmerk auf die ungenügende Koordination der einzelnen Bereiche und die unklaren Verantwortlichkeiten richten (22 bzw. 20 Prozent), beklagen Leiter von Compliance- und Risikomanagementabteilungen vor allem die unstrukturierten, planlosen Reaktionen und fehlenden Notfallpläne (33 bzw. 19 Prozent). Schließlich führt auch die Erfahrung mit eigenen Krisensituationen zu einer spezifischen Wahrnehmung: So bemängeln Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren selbst in der einen oder anderen Form von Krisen betroffen waren, vor allem das Fehlen einer Krisenstrategie mit dementsprechend planlosen Reaktionen (26 Prozent gegenüber 11 Prozent bei Unternehmen ohne entsprechende Krisenerfahrung). 12

4. Best Practices in der Organisation des Krisenmanagements Die Mehrzahl der befragten Unternehmen verfügt über eine Krisenmanagementfunktion (hierzu 4.1). Deren Wirksamkeit kann durch die Zusammenarbeit zwischen den wesentlichen Fachabteilungen und externen Beratern noch gesteigert werden (hierzu 4.2). Generell gilt, dass den Krisenmanagementfunktionen neben ihrer reaktiven auch eine starke präventive Funktion zukommt. Eine besondere Rolle nehmen in diesem Zusammenhang Maßnahmenpläne für Krisensituationen ein. Unternehmen, die in jüngster Vergangenheit von Krisen betroffen waren, verfügen häufiger über entsprechende Maßnahmenpläne, als Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren nicht von Krisen betroffen waren (hierzu 4.3). Verbreitung in näherer Zukunft nicht signifikant ansteigen wird. In größeren Unternehmen sind Krisenmanagementstellen öfter anzutreffen als in kleineren (ab 1.000 Mitarbeitern: 63 Prozent, unter 1.000 Mitarbeitern: 53 Prozent). Der Unterhalt einer festen Krisenmanagementabteilung nimmt aus Sicht der Betroffenen dauerhaft personelle Ressourcen in Anspruch und bedarf mithin auch einer entsprechenden finanziellen Ausstattung. Diese ist von größeren und umsatzstärkeren Unternehmen offenbar eher zu leisten als von kleineren und umsatzschwächeren Unternehmen. 4.1 Existenz einer Krisenmanagementfunktion wirkt präventiv In der Mehrheit der Großunternehmen in Deutschland existiert eine in der Organisationsstruktur planmäßig angelegte Funktion oder Abteilung für Krisenmanagement, in rund jedem zweiten Unternehmen sogar schon seit mehr als zwei Jahren. Da nur wenige Unternehmen, die bisher noch keine solche Krisenmanagementstelle eingerichtet haben, dies in absehbarer Zeit planen zu tun (4 Prozent), ist allerdings davon auszugehen, dass deren Interessanterweise gibt es nur eine minimale Korrelation – nämlich lediglich 5 Prozent – zwischen der Betroffenheit von einer Krisensituation innerhalb der vergangenen zwei Jahre und der Existenz einer Krisenmanagementfunktion. Dies könnte zwar darauf hindeuten, dass für die Einrichtung einer solchen Funktion weniger ein „Lerneffekt“ aus Krisen der vergangenen Jahre verantwortlich ist als eher eine strategisch-proaktive Entscheidung der jeweiligen Unternehmensführung. Zu beachten ist hier der Umstand, dass die Existenz von Krisenmanagementabteilungen auch eine prophylaktische, krisenvorbeugende Wirkung hat (vgl. Kapitel 2.1). Existenz einer Krisenmanagementfunktion In sechs von zehn Großunternehmen ist das Thema fest in der Organisationsstruktur verankert — und das meist schon seit Jahren 60 % der Unternehmen verfügen über eine Funktion oder Abteilung für Krisenmanagement Existenz nach Mitarbeiterzahl Existenz nach Krisenbetroffenheit 51 % seit mehr als zwei Jahren 8 % seit höchstens zwei Jahren 63 % ab 1.000 Mitarbeiter 53 % bis 1.000 Mitarbeiter 58 % in den letzten zwei Jahren betroffen 63 % in den letzten zwei Jahren nicht betroffen Frage: Existiert in Ihrem Unternehmen eine unternehmensintern planmäßig angelegte Funktion oder Abteilung für Krisenmanagement? Basis: 201 Unternehmen. 13

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